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HOFFMANN & PARTNER
BERATUNG PLANUNG INNENEINRICHTUNG
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Einrichtung bedeutet
Raumerlebnisse schaffen
und nicht nur Stühle hinstellen


Der Wettbewerb um den zufriedenen Gast wird immer härter.

Gastronomen und Hoteliers überlegen: Liegt der Schlüssel zum Erfolg in einem neuen Konzept oder in einer Veränderung des Managements? Sollte das Sortiment oder das Preis-Leistungs-Verhältnis des Angebotes verändert werden oder sollte eine Werbekampagne mit Sonderaktionen gestartet werden. Auch wird die Frage nach einer neuen Inneneinrichtung als Erfolgsrezept gestellt.

Eine erfolgreiche Gastronomie ist immer ein Dreiklang bestehend aus einem gediegenen Angebot mit einem ausgewogenem Preis-Leistungs-Verhältnis, einem konzeptorientierten Marketing und Management, einem Service, der den Gast in den Mittelpunkt stellt und einer Inneneinrichtung, die mit ihrem Ambiente den Gast einlädt und sich wohlfühlen läßt.

Jedoch muß dabei gesagt werden, daß eine Inneneinrichtung nur die "Bühne" zum Handeln ist. Dabei hat der Innenarchitekt bzw. Einrichter die wesentliche Aufgabe, den Gast durch die Atmosphäre und das Ambiente auf den kulinarischen Genuß einzustimmen. Das gekonnte Zusammenspiel von Formen, Farben, Materialien und Licht können Assoziationen und Erinnerungen wecken, die auf den Genuß sinnlich vorbereiten und verkaufsfördernd wirken.

Architektur und Design der Inneneinrichtung sind immer als Teil der Marketingstrategie zu sehen, sie ist jedoch nur als Hilfe zum Erfolg zu betrachten. Der Wiederkehr-Effekt der Gäste wird ausschließlich von einem optimalen konzeptgerechten, Speisen- und Getränkeangebot sowie einem gastorientierten Service bestimmt. Nur mit diesen Hauptfaktoren ist zu erreichen, daß die Gäste wiederkommen und gerade diesen Gastronomie-Betrieb im Freundeskreis weiterempfehlen.

Im Folgenden soll dargestellt werden, welche wesentlichen Prämissen bei der Neukonzeption einer Inneneinrichtung unter dem Aspekt der gewinnsteigernden Funktion beachtet werden müssen.

1. Raumgliederung und Funktionsabläufe


Eine optimale Raumgliederung unter Beachtung der gastro-technologischen Erfordernisse eines Gastronomiebetriebes sind zwingende Voraussetzung für die Strukturierung und die Aufteilung der Gast- und Funktionsbereiche. Eine optimale Zuordnung bei kürzesten Arbeitswegen und rationellen Funktionsabläufen gestatten ohne Einbuße an Qualität und Quantität Personaleinsparungen, die sich gewinnsteigernd niederschlagen.

Bei den vorbereitenden Bau- und Renovierungsleistungen muß vorallem daran gedacht werden, daß die Forderungen der einschlägigen Bau- und Hygieneverordnungen beachtet und eingehalten werden. Ein wesentlicher Punkt dabei sind raumklimatische Erfordernisse sowie die Einordnung von Be- und Entlüftungsanlagen in den Gastbereichen.
Sorgt doch ein gesundes Raumklima dafür, daß die Gäste länger verweilen und ein höherer Verzehr an Speisen und Getränken sich gewinnbringend niederschlägt.
Der Gast soll sich in dem Gastronomiebetrieb ähnlich behaglich fühlen, wie in seinem eigenen Heim.

Durch Gliederungen der Gastbereiche, Einordnung von vertikalen Abtrennungen durch verschiebbare Balustraden sowie Höhensprünge durch Podeste wird ein abwechslungsreiches Ambiente des Innenraumes geschaffen. Stil und Standart von "MITROPA-Bahnhofsgaststätten" können heute nicht mehr den Anforderungen der anspruchsvollen Gäste gerecht werden.
Die Gäste suchen Individualität, wollen sehen, aber auch gesehen werden. Diesen Aspekten muß eine Inneneinrichtung Rechnung tragen.

2. Einrichtungsgestaltung und Design


Ein gutes und originelles Design im Einrichtungsbau ist mehr als bloße Oberflächen-Politur, die stumpf gewordene Stellen für eine Zeit lang im neuen Glanz erstrahlen lassen.
Die Architektur und das Design eines Raumes sind der Rahmen, die Bühne für das Gast-Spiel, in dem die gastronomische Idee des Betreibers bildhaft übersetzt und unterstützt werden muß.

Das Innenraumdesign bedarf der Entwicklung und Verwendung handwerklich gefertigter Artikel sowie der Verwendung neuer Formen unter striktem Bezug auf die Betriebskonzeption des gastronomischen Betriebes. Dabei sind der Einsatz harmonisierender Farben und raffinierter Beleuchtungskonzeptionen nicht zu unterschätzen.

Würde in der Betriebseinrichtung jeder Artikel der Einrichtung extra designt und hergestellt - vorausgesetzt, das Ergebnis wäre gelungen - würde die Fachwelt und Teile des Publikums dem Entwurfsarchitekten höchstes Lob zollen. Die extrem hohen Fertigungskosten würden sich jedoch für den Betreiber der gastronomischen Einrichtung kaum amortisieren. Individuelle Raumgestaltung sowie Einrichtung läßt sich jedoch heute durch eine Verbindung handwerklich gefertigter Einrichtungsteile sowie industrieller katalogisierter Einrichtungsgegenstände konzeptgetreu erfüllen.
Damit können unter Zuhilfenahme industriell gefertigter Einrichtungsgegenstände die Kosten so optimiert werden, sodaß Inneneinrichtungen bezahlbar bleiben und trotzdem einen unverwechselbaren, individuellen Charakter verkörpern.

Zwingend notwendig bei der Einrichtungskonzeption ist die Schaffung der Übereinstimmung von Standortbedingungen, den Zielgruppenansprüchen sowie den individuellen Geschmacks- und Gestaltungsanforderungen des Betreibers. Denn je stärker sich der Betreiber mit seiner Geschäftseinrichtung identifiziert, umso erfolgreicher wird er seine Waren und Produkte verkaufen können.

Grundsätzlich ist jede Inneneinrichtung ein "Maßanzug".

3. Technik und Geräte


Der Gast nimmt den Gastraum optisch wahr, nicht jedoch Küche, Keller, Kühl- und Nebenräume. Es ist daher bei der Gliederung des Investitionsbedarfes in erster Linie zwingend erforderlich, für die Gäste eine harmonische, zum Wohlfühlen einladende Inneneinrichtung zu schaffen.
Erst in zweiter Linie müssen optimale Funktionsabläufe durch die entsprechende Gerätetechnik und Ausrüstungen geschaffen werden.
Auch das teuerste und besthergestellte Produkt läßt sich in schlechter Verpackung schwer verkaufen!

Eine Reihe von verkaufsfördernden Geräten sollten bei der Konzipierung der Einrichtung unter dem Aspekt der Umsatzsteigerung Berücksichtigung finden. So bietet beispielsweise eine Kühlvitrine gefüllt und appetitlich dekoriert als Salatbar eine umsatzsteigernde Wirkung.
Ein Flambierwagen zaubert zwar keine besseren Speisen, als die in der Küche hergestellten, animiert aber beim Einsatz zahlreiche Gäste zur Bestellung.
Sichtbare Weinregale oder Weinklimaschränke in den Gastbereichen angeordnet, steigern den Umsatz von Wein.

Der Grundsatz "Zeig nicht nur was Du kannst, sondern zeig auch was Du hast" muß bei einer geschickten Inneneinrichtung Anwendung finden.

4. Thekenanlagen


Thekenanlagen bei einer modernen Inneneinrichtung haben zwei Funktionen:
Zum einen sind sie der funktionell in jeder gastronomischen Einrichtung notwendige Getränkeausschank, zum anderen bilden sie den kommunikativen Mittelpunkt einer gastronomischen Einrichtung.

Die technische Ausstattung der Thekenanlage bedarf einer klaren Konzeption. Für alkoholfreie und alkoholische Getränke sind konkrete, auf das Bedürfnis der entsprechenden gastronomischen Einrichtung abgestimmte, technische Geräte erforderlich. Dabei sollte besonders bei Schankbieranlagen die Faßkühlung dezentral mit Bierbegleitkühlung angeordnet werden. Der Vorteil gegenüber Schankanlagen mit Thekenfaßkühlung und -anstich liegt darin, daß die Kühlfläche im Schanktresen optimal für offene Getränke in Kühlzügen Verwendung finden kann.
Nicht unbeachtet sollte bei der technischen Konzeption auf jeden Fall der Spirituosen-Tiefkühlschrank , ein Weinkühlschrank sowie ein Eiswürfelbereiter bleiben.

Der zweite Schwerpunkt der Thekenanlage liegt im kommunikativen Mittelpunkt der Gaststätte. Dazu ist es erforderlich, die Thekenkonzeption so zu wählen, daß eine Kommunikation möglich ist. Abgewinkelte Barbrettformen, die ein Gegenüber der Gäste sowie den Wirt als Mittelpunkt zulassen, sind dabei am Günstigsten.
Des weiteren ist der Standort der Thekenanlage von vorrangiger Bedeutung . Bildet doch die Thekenanlage für den "schnellen Gast" eine ideale Müglichkeit zur Einnahme von Getrünken sowie Speisen. Diese Güste möchten jedoch nicht durch mehrere Tischreihen laufen und sich "beglotzt" fühlen.
Das bedeutet, dass je nach den räumlichen Gegebenheiten die Thekenanlage grundsätzlich in der Nähe des Eingangs der gastronomischen Einrichtung angeordnet werden sollte.
Wiederum als verkaufsförderndes Instrument kann der gleichzeitig als Beleuchtungsbord funktionierende Flaschenbord angesehen werden. Dort ist es möglich, daß das Sortiment an alkoholischen Getränken dem Gast präsentiert wird.

5. Beleuchtung


Licht und Leuchten sind ein hervorragendes Gestaltungselement der Innenarchitektur.
Mit der Beleuchtung lassen sich dem jeweiligen Charakter der gastronomischen Einrichtung sowie der entsprechenden Stimmungslage Ihrer Gäste entsprechende individuelle Empfindungen und besondere Effekte erzielen.

Beleuchtung in der Gastronomie muß immer mindestens dreierlei Aspekten Rechnung tragen:
1. Die Beleuchtung muß so gewählt werden , daß der Gast sich in jeder Situation wohl fühlt. Das bedeutet: Zum Aussuchen der Speisen muß das Licht so gedimmt sein, daß ohne weiteres die Speisekarte gelesen werden kann.
2. Zum Essen muß das Licht so eingestellt sein, daß der Gast die Speisen auf dem Teller erkennen kann. Zum anderen kann das Licht aber zu fortgeschrittener Stunde soweit abgedimmert werden, daß unter Zuhilfenahme von Kerzen auf den Tischen eine anheimelnde beruhigende Atmosphäre entsteht, die den Gast dazu einlädt zu verweilen und z.B. noch eine Flasche Wein zu bestellen.
3. Die Beleuchtung muß aber auch gewährleisten, daß das Reinigungspersonal die Gaststätte sauber für die Gäste des nächsten Tages vorbereiten kann.
4. In Gesellschaftsräumen, die für Beratungen und Tagungen genutzt werden, muß den gesetzlichen Forderungen entprechende Ausleuchtung des Raumes gewährleistet sein.

Das zwingt dazu, daß die Beleuchtung in gastronomischen Einrichtungen grundsätzlich dimmbar gestaltet werden muß, um dem jeweiligen Erfordernis Rechnung tragen zu können.

Die schrecklichste Erfindung für die Gastronomie sind Neonleuchten, oder die aus leider neuerdings vorgechriebenen Sparleuchten - hier besonders die Baumarkt-Billigprodukt. Verfälschen diese durch ihre Kaltlicht-Blaufarbe die Farbempfindungen derartig ,daß die gesamten Einrichtung als kalt und ungemütlich empfunden wird. Sparleuchten sparen zwar Energiekosten, jedoch bringen sie Umsatzeinbußen durch schnellverschwindende Gäste.

Warme Lichttöne vermitteln Gemütlichkeit und angenehmes Lichtdesign und animieren die Gäste zum Verweilen.
Bei der Beleuchtungsplanung ist auf die unterschiedlichen Lichtzonen zu achten. Verschiedene Sitzplatzbereiche müssen seperat auszuleuchten und zu dimmen sein.

Beleuchtungskörper, die ihr Licht direkt blendend abgeben, sollten keine Verwendung finden. Indirekte Beleuchtung oder Beleuchtung oberhalb der Blickebene, z. B. durch Deckeneinbaustrahler sind blendwirkenden Leuchten vorzuziehen.

Bei der Beleuchtungsplanung sind unbedingt auch die gesetzlichen Forderungen einzuhalten. Das ist zu beachten besonders bei Podesten (ab zwei Stufen Stufenbeleuchtung) oder der Einordnung der entsprechenden Notbeleuchtung. Die Forderungen der zuständigen Behörden sind dabei unbedingt einzuhalten.

6. Beschallung und Hintergrundmusik


Der Zweiklang Licht und Ton muß mit der Inneneinrichtung und der Ausstattung sowie dem Dekor einen Einklang bilden. Sofern Sie kein Tanzcafé und keine Diskothek betreiben, sollte die Beschallung der Untermalung dienen.
Eine dezente Musik, die ein Tischgespräch erlaubt, ist angenehmer zu ertragen, als Lärm, der jedes Gespräch zum Schreien ausarten läßt.

Lautsprecher sollten sich in die Einrichtung unsichtbar einfügen. Besser acht Stück zu 50 Watt, als nur 2 Stück zu 200 Watt, um einen besseren Raumklang zu erreichen.
Entsprechende Tonanlagen eignen sich auch dazu, eigene Werbespots mit Hinweis auf Sonderangebote, Werbewochen oder Sonderveranstaltungen einzublenden.

7. Farbe und Dekor


Dunkle Farben verkleinern optisch den Raum, helle Farben vergrößern ihn. Das ist eine bekannte Tatsache, die nicht erst seit der Farbenlehre von Geothe bekannt ist.
Der Wechsel von Farben in den verschiedenen Gestaltungselementen soll harmonisch, gemütlich, anregend, interessant und ansprechend wirken, nicht aggressiv und aufregend.

Bei der Farbgestaltung soll der Boden das tragende Element bilden. Je nach Intensität der Farbgebung muß hierbei eine Komplimentärfarbe für Teile des Interieurs gesucht werden. Dies gilt insbesondere bei der Auswahl der Materialien und in ihrem Farbanteil zueinander.
Harte Materialien müssen weichen Materialien harmonisch gegenüberstehen und die Härte abschwächen.

Bei der Auswahl der Fußbodendekors sowie der Polstermaterialien ist auf deren Eignungsgrad für gastronomische Belange besonders zu achten. Gedeckt gemusterte Materialien eignen sich entschieden besser auf Grund der Fleckunempfindlichkeit wie unifarbene.
Desweiteren ist auf den Wärmewert der Farben zu achten. Weiß und Blau - sei es auch modern - spiegeln kalte Farben wieder. Kälte ist nicht unbedingt anheimelnd. Deshalb sollten in der Gastronomie, wo auf eine hohe Verweildauer und angenehme Atmosphäre Wert gelegt wird, warme Farben wie Beige bis hin zum Rot Anwendung finden.
Der Farbklang eines Raumes soll drei aufeinander abgestimmte Farbtöne nicht überschreiten.
Als mögliche punktuelle Akzente dürfen stärkerfarbige Accessoirs Anwendung finden.
Bei der Farbkonzeption wird vor der Anwendung von "Modefarben" gewarnt. Soll doch die Einrichtung auch nach einem Zeitraum von mehreren Jahren noch als schön empfunden werden, wenn die Mode bereits gewechselt hat.
Es gibt für den Designer Farbabstimmungen die als zeitlos modern über eine längere Zeit anschauenswert sind.

Beim Einsatz von Dekorationen, besonders in Wandbereichen sowie der floristischen Dekoration des Gastraumes sollte eine alte Weisheit beachtet werden: "Die Dekoration eines Raumes ist wie das Salz in der Suppe - fehlt das Salz, ist jede Suppe fad und leer."
Die Dekoration muß das Betriebskonzept untermalen und kann unter Bezugnahme auf eine entsprechende Beleuchtung, die auch punktuell auf Dekorationsgegenstände ausgerichtet sein kann, sowie die Einordnung floristischer Elemente, den Gasträumen ein unverwechselbares Flair verleihen.

Zu einem guten Dekor zählen nicht nur die Fensterbehänge und die Bilder an der Wand, es sind vielmehr prägende Titelelemente im Mittelbereich, Teile der Theken-Fassadengestaltung, Speisekarten und Speisekartenhüllen, Tischleuchter, Bestecke und Tischwäsche, Gestaltungselemente an Wänden und Decke.

Beim Einsatz der Dekorationsmaterialien ist unbedingt den gesetzlichen Forderungen betreffend Brandschutz Rechnung zu tragen.

Zusammenfassend muß gesagt werden, daß auch die beste Inneneinrichtung den gewünschten Erfolg nicht garantieren kann, wenn sie nicht durch flankierende Maßnahmen ergänzt wird. Durch Ihre wesentliche Mitarbeit bei der Konzipierung der Inneneinrichtung gestalten Sie sich sowie Ihren Gehilfen, den Innenarchitekten und Gastronomieeinrichtern einen wesentlichen Erfolg



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